5 Tipps für leichteres Gepäck auf deiner Reise Richtung Berufung

5 Tipps für dein Gepäck auf deiner Reise Richtung Berufung

Immer wieder höre ich von Menschen, dass sie schon überall nach ihrer Berufung gesucht haben und immer noch nicht fündig geworden sind. So und so viele Bücher haben sie doch schon verschlungen, eine Unzahl an Podcasts gehört, und Seminare besucht und dennoch – nichts.

Darin liegt meiner Meinung nach schon mal ein kleiner Denkfehler. Wir können das Thema nämlich nicht nur in unserem Kopf lösen. Wir dürfen wieder lernen in unser Herz rein zu spüren, etwas Neues ausprobieren und sehen, wie sich das anfühlt. Auch Fehler machen und dadurch lernen. Hinzu kommt, dass in meiner Welt deine Berufung nichts ist, was du im Außen findest kannst, sie liegt ja schließlich in dir. 😉

Um dich beim Start deiner Entdeckungsreise optimal unterstützen, habe ich mir fünf Tipps überlegt, die du auf deiner Reise Richtung Berufung unbedingt im Gepäck haben solltest:

Tipp Nr. 1: Gib dein Bestens und erlaube dir Fehler.

Du befindest dich in einem Prozess. Erlaube es dir Dinge auszuprobieren und zu sehen, wie sie sich anfühlen. Fehler sind lediglich Feedback. Betrachte deine Reise Richtung Berufung wie das Topfschlagen wenn du klein warst. Unter manchen Töpfen verbergen sich Geschenke, andere Töpfe wiederum sind kalt und die Spur verläuft im Sand.

Tipp Nr. 2: Adiós Ausreden

Mach der Selbstsabotage den Gar aus. Da jeder Mensch einzigartig ist, sehen die Selbstsabotage-Muster bei jeder/m von uns anders aus. Bei manchen liegt der Hang zum Perfektionismus nahe. Sie versuchen möglichst keine Fehler zu machen und haben ein übertriebenes Streben nach Perfektion.

Andere unter uns sind Meister*innen im Aufschieben von Aufgaben. Das hat oft auch mit Angst zu tun, etwas zu erschaffen, das unseren eigenen Ansprüchen vielleicht dann nicht genügt.

Manche von uns sind ständig am Planen, stellen unendlich viele Strategien auf und grübeln. Sie zerdenken alles bis ins Detail, doch ins Handeln kommen sie nicht.

Überleg mal, wie deine Ausreden aussehen und notiere sie dir schriftlich.

Tipp Nr. 3: Mach dich bereit für Neues & Verrücktes – sei offen!

Sobald du beginnst alte, dich einschränkende Bremser aufzulösen, werden sich neue Perspektiven in deinem Denken auftun. Sei offen für Neues, erweitere deine Komfortzone und hab Spaß daran. Wie Ralph Waldo Emerson schon so genial ausgedrückt hat:

„Tue, was du fürchtest, und das Ende der Furcht ist gewiss.“

In meinem eigenen Prozess war diese verrückte Erfahrung eine Solo-Reise nach Kolumbien. Das lag damals schon ein ganz schön großes Stück außerhalb meiner Komfortzone. Und ich erinnere mich noch ganz genau, was ich mir kurz vor der Landung in Bogotá gedacht habe. Nämlich so was wie: „Was hast du dir denn dabei gedacht, Sigrid? So eine Schnappsidee. Alleine wochenlang durch Kolumbien zu ziehen. Du spinnst ja.“

Der Self-Talk sah im Heimflug dann jedenfalls so aus: „Das Beste was ich je gemacht habe. Ich bin so stolz und dankbar all diese tollen Erfahrungen gemacht zu haben.“ Ich bin immer noch der Meinung, dass dieses Flugzeug, das mich damals Richtung Europa gebracht hat, keinen Sprit gebraucht hätte. Ich wäre auch ohne heimgeflogen, so beflügelt war ich von dieser ver-rückten Erfahrung.

 Tipp Nr. 4: Bring Geduld mit. 

Es handelt sich schließlich um eine Reise und keinen Tagestrip. Ich kann’s nicht oft genug sagen. Es handelt sich um eine Reise, sprich einen Prozess. Betrachte es wie ein Abenteuer und mach dir nicht zu viel Druck. Vor allem, hör auf dich zu vergleichen. Jeder Mentee von mir startet in einer anderen Ausgangslange. Bei manchen geht’s schneller, bei manchen dauert’s länger. Alles wird sich zu seiner Zeit zeigen, vertraue dir und dem Universum. 

Tipp Nr. 5: Vamos! Komm ins Handeln. Probiere Dinge aus.

Nur durchs Theoretisieren kommt’s du nicht weiter.

Deshalb versuche so viel wie möglich auszuprobieren. Als ich meine eigene Reise Richtung Berufung gestartet habe, habe ich ehrenamtlich Flüchtlingen aus Syrien Deutsch Nachhilfe gegeben. Ich hab gemerkt, dass mir der Austausch mit Menschen irrsinnig viel Spaß macht und gleichzeitig auch festgestellt, dass ich unsere deutsche Sprache nicht so faszinierend & spannend fand, dass ich sie Tag ein Tag aus unterrichten wollen würde. Eine sehr wichtige Erfahrung, die ich theoretisierend nur in meinem Kopf nicht gemacht hätte.

 



Was immer du tun kannst oder träumst es zu können,fang damit an.

— (Johann Wolfgang von Goethe)