Berufliche Neuorientierung: Wie dich Yoga in dieser Phase unterstützen kann

Berufliche Neuorientierung: Wie dich Yoga in dieser Phase unterstützen kann

Interview mit Yoga-Lehrerin Stephanie Rank

Yoga spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben. Speziell in der Zeit meiner beruflichen Neuorientierung hat die regelmäßige Praxis extrem viel für mich in Bewegung gebracht. Ausgelöst durch eine Fußverletzung begann ich Anfang 2018 regelmäßig zu praktizieren.

Zu Beginn fiel es mir schwer mein Gedankenkarussell dabei abzustellen. Doch ich gab nicht auf. Nach und nach wurde es ruhiger in meinem Kopf und Veränderungen machten sich in mir bemerkbar. Dinge, die ich jahrelang wegschob, zeigten sich stärker als je zuvor und wollten nun endlich wahrgenommen werden. Aus diesem Grund kann ich rückblickend betrachtet sagen, dass meine regelmäßige Yoga-Praxis eine wichtige Rolle in der Phase meiner beruflichen Neuorientierung hatte.

Diese Erkenntnis hat mich neugierig gemacht und aus diesem Grund habe ich für dich bei Yoga-Lehrerin Stephanie Rank aus Wien genauer nachgefragt.  Stephanie unterrichtet im Institut ‚Gesundheit lernen im 17. Wiener Gemeindebezirk Yoga und Pilates. Und auch sie hat Yoga in ihrer Zeit der beruflichen Neuorientierung für sich entdeckt. Ich habe die Fragen und Antworten aus diesem Gespräch für dich hier zusammengefasst.

Berufliche Neuorientierung: Wie kann Yoga dich dabei unterstützen deine innere Stimme besser wahrzunehmen?

Stephanie: Yoga unterstützt dich erstens dabei deine körperliche Wahrnehmung zu schulen. Durch das Bewusstmachen deiner Atmung findest du einen (neuen) Zugang zu deinem Körper. In der Folge schärfst du auch deine Intuition sowie deinen Geist. Nach und nach erlernst du deine Gefühle besser wahrzunehmen und zu akzeptieren anstatt sie zu unterdrücken.

Für mich stellt Yoga ein tolles (Probe-) Training für den Alltag dar. Denn was auf der Matte gilt, trifft auch im täglichen Leben zu. Sprich, konzentriere dich auf DEINE Matte, also höre mit dem Vergleichen im Außen auf. Lerne deine (körperlichen) Grenzen kennen und respektiere sie. Finde den Kontakt zu deinem Inneren. Dadurch wirst du eine neue Art von Zufriedenheit erlangen und auch erlernen deine innere Stimme, deine Intuition, stärker wahrnehmen. Erst kürzlich hat mir eine meiner TeilnehmerInnen berichtet, dass ihr Sohn festgestellt hat sie sei viel ruhiger und gelassener seit sie Yoga praktiziert.

Stephanie, wie bist du selbst zu Yoga gekommen?

Stephanie: Ich hatte eher einen schwierigeren Start. Die erste Klasse erschien mir durch das lange Halten diverser Übungen ein wenig langweilig. Nachdem ich mich in der Folge beruflich neu orientiert habe, gab ich Yoga nochmal eine Chance. Und diesmal fand ich starken Gefallen daran. Offensichtlich war ich bei meiner ersten Klasse noch nicht bereit dafür gewesen.

Wie heißt es denn so schön, die Lehrer*in kommt, wenn die Schüler*in bereit ist. So war’s bei mir. Mit einem Mal war mein Interesse geweckt. Aus diesem Grund entschied ich mich einige Jahre später sogar für das Teacher Training.

Was empfiehlst du Menschen, die mit Yoga beginnen möchten?

Stephanie: Orientiere dich nicht an diversen Bildern aus den Sozialen Medien. Was ich immer wieder höre: Ich bin nicht flexibel oder biegsam, deshalb ist Yoga nichts für mich. Die einzige Voraussetzung, die es in Wirklichkeit braucht um Yoga zu machen: deine Atmung.

Also: lass deine Ansprüche los und leg einfach los. Schnuppere dich durch diverse Angebote, probiere verschiedene Yoga-Stile aus und entscheide dich für ein Studio, in dem du dich wohl fühlst. Überfordere dich zu Beginn nicht, sondern lass Yoga einfach auf dich wirken. Es macht was mit dir – versprochen!

Hast du Tipps für den Aufbau einer Meditationspraxis?

Stephanie: Mein Tipp ist vielleicht etwas ungewöhnlich. Fokussiere dich zu Beginn vielleicht eher darauf, was dir Freude bringt. Wenn du dich auf ein Meditationskissen setzt und mit dich jeden Tag zum Meditieren zwingst, dann lass es lieber.

Meditative Zustände können auch beim Malen, beim Spazierengehen im Wald, beim Tiere beobachten, beim Sonne genießen auf der Parkbank entstehen. Sei kreativ und schau, was dir gut tut und was dein Körper braucht. Dieser achtsamer Umgang wird dich mit der Zeit mehr oder weniger ohnehin zu einer regelmäßigen Meditationspraxis führen.

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Du möchtest mehr über Stephanie erfahren? Dann schau hier bei ihr vorbei. Du erhältst auf ihrer Website nicht nur einen  Überblick über ihre Yoga Stunden, sondern erfährst auch mehr über Stephanie und ihre vielfältiges Tun.

 



Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.

— (Bob Dylan)