Die Leidenschaft für Fremdsprachen zum Beruf gemacht - Tabea Dakó

Die Leidenschaft für Fremdsprachen zum Beruf gemacht – Tabea Dakó

Tabea Dakó ist selbstständige Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin für Englisch und Spanisch und sehr glücklich mit ihrer abwechslungsreichen und vielfältigen beruflichen Tätigkeit.

Mit 18 Jahren, kurz nach der Matura, stand Tabea planlos vor der Frage, wo sie ihr beruflicher Weg denn einmal hinführen sollte. Wie Tabea es geschafft hat, beruflich ihrem Herzen & der Freude zu folgen und wie sie Hindernisse auf dem Weg dorthin gemeistert hat, erfährst du in dieser Mutmachgeschichte.

Wie verlief Tabeas Werdegang?

Schon als Schulkind war Tabea von Sprachen fasziniert. Sie liebte es, Aufsätze zu verfassen und interessierte sich von jeher sehr für Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Als sie mit 18 Jahren die Matura erfolgreich in der Tasche hatte, wurde Tabea schlagartig klar, dass sie überhaupt keinen Plan hatte, wo es beruflich für sie einmal hingehen sollte.

Sie erinnert sich heute noch ganz genau an eine Aussage ihrer Mutter, die damals meinte: „Du kannst machen, was du willst. Es ist schließlich dein Leben.“  Tabea beschreibt dies heute als entscheidenden Moment. Der Groschen war gefallen, die Schulzeit endgültig vorbei. Sie realisierte, dass sie nun die Freiheit hatte, selbst zu entscheiden und etwas zu finden, das sie wirklich begeisterte. Es lag nun in ihrer Verantwortung.

Um Antworten auf diese wichtige Frage zu finden, entschied Tabea sich für ein Auslandsjahr in Barcelona, um dort als Au-pair zu arbeiten. Dies stellte sich als sehr wertvolle und bereichernde Erfahrung heraus. Tabea konnte in diesem Jahr eine neue Welt erkunden und erlernte nebenbei in Windeseile die spanische Sprache.

Wie kam Tabea ihrer Berufung auf die Schliche?

Nach der Rückkehr aus dem Ausland beschloss Tabea, dass es Zeit für einen Ortswechsel war und zog daher von Tirol nach Wien, um in der Hauptstadt ein Studium zu beginnen. Um die Frage nach der Studienwahl zu beantworten, ging Tabea damals strukturiert den Studienfolder der Universität Wien durch. Basierend auf dem Ausschlussprinzip stellte sich heraus, dass Tabea großen Gefallen am Studium der Translationswissenschaften fand.

In diesem Studium konnte sie nämlich nicht nur sprachwissenschaftlichen Hintergrund erlernen, sondern die Sprachen ihrer Wahl auch praktisch anwenden – nämlich zum Dolmetschen und Übersetzen.

Um die jeweiligen Aufnahmeprüfungen dafür zu bestehen, eignete sich Tabea im Alleingang die spanische Grammatik an.

Dank des Aufenthalts in Barcelona hatte sie bereits ein gutes Sprachniveau der spanischen Sprache erreicht. Innerhalb weniger Monate paukte Tabea im Alleingang die Grundlagen der spanischen Grammatik und bestand die Aufnahmeprüfung mit Erfolg.

Doch irgendwie wollte sie nie so richtig warm mit ihrem Studienort Wien werden. Ihr Herz hing sehr an Barcelona, auch weil sie dort ihren Freund kennen und lieben gelernt hatte und regelmäßig hin und her pendelte.

Nach reiflicher Überlegung entschied sich Tabea daher, ihr Studium in Barcelona fortzusetzen. Es begann ein Abenteuer, das vor allem zu Beginn mit viel spanischer Bürokratie verbunden war. Österreichische Bildungszeugnisse mussten übersetzt und beglaubigt werden und ein Weg durch den Dschungel des spanischen Bildungssystems wollte gefunden werden. Es handelte sich schließlich nicht bloß um ein Auslandssemester, Tabea begann ihr Studium der Translationswissenschaft an der UNIVERSITAT AUTÒNOMA DE BARCELONA (UAB) .

„Im Nachhinein betrachtet war dieser Schritt genau der richtige“, weiß Tabea heute.

Ihr Studium der Translationswissenschaften in der wundervollen Hafenmetropole Barcelona habe ihr vor allem für ihre Spanisch-Kenntnisse enorm viel gebracht.

Tabea fühlte sich außerdem endlich angekommen im internationalen Ambiente der Uni und traf auf Menschen aus aller Welt. Denn ein Aspekt, den sie besonders an der Arbeit mit Fremdsprachen liebt, ist es dadurch Menschen anderer Kulturen kennenzulernen und hinter die Fassaden zu blicken.

Tabea studierte zwei Jahre in Barcelona und entschied sich in der Folge dafür ein Erasmus-Semester in ihrer Heimatstadt Innsbruck zu absolvieren. Während viele Studierende in Europa die Möglichkeit nutzen, mithilfe von Erasmus Auslandserfahrungen zu sammeln, nahm Tabea diese Gelegenheit wahr, um ein wenig mehr Zeit in ihrer Heimat Tirol zu verbringen. Wenig später schloss sie ihr Masterstudium an der Universität Innsbruck mit Erfolg ab.

Wie kam es zur Entscheidung für die Selbstständigkeit?

Für Tabea war schnell klar, dass in ihrem Berufsbild der DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen die Selbstständigkeit ein häufig gewählter Weg ist.

Abgesehen von großen Organisationen, wie der Europäischen Union zum Beispiel, gibt es in diesem Berufsfeld generell wenige Anstellungsmöglichkeiten.

Außerdem hatte Tabea bereits während ihres Studiums Arbeitserfahrung in einem Büro gesammelt und rasch festgestellt, dass sie sich in einem fixen Anstellungsverhältnis sehr eingeschränkt und unflexibel fühlte. Aus diesem Grund fiel ihre Wahl auf den Weg der Selbstständigkeit.

Wie hat Tabea es geschafft, Hindernisse auf ihrem Weg zu meistern?

Rückblickend betrachtet meint Tabea, dass sie es selbst war, die sich oft im Weg stand. Bevor sie sich für das Studium in Barcelona entschied, hatte sie viel überlegt, war sehr vorsichtig gewesen und hatte alle Argumente abertausende Male abgewogen.

Außerdem verglich sie sich in dieser Zeit oft mit Menschen in ihrem Umfeld und redete sich selbst schlecht. „Die sind schon fast fertig mit ihrem Studium und du hast noch immer nichts geschafft“, waren so typische Sätze, mit denen sie sich damals herumplagte.

Heute weiß Tabea, dass diese Vergleiche nichts bewirkt haben – außer, dass sie sich damit nur noch schlechter fühlte. Sie weiß, dass sie sich dank der unterschiedlichen Studienorte sehr viele Fähigkeiten aneignen konnte, die ihr heute in ihrer Selbstständigkeit enorm zugutekommen. Sie hat damit ihr Selbstbewusstsein gefördert, sich viel mit ihren eigenen inneren Blockaden beschäftigt und sich dadurch im Inneren auf eine spannende Reise begeben.

All diese Faktoren ließen Tabea enorm schnell wachsen und rückblickend betrachtet waren diese Hürden lediglich kurze Haltestellen auf ihrer Reise.

Was rät Tabea dir, wenn du gerade tief im Jobfrust steckst?

Tabea rät dir, aus ihrer eigenen Erfahrung heraus, ins Handeln zu kommen. „Probiere unterschiedliche Dinge aus und überlege nicht ständig“,  schlägt sie vor. Sie weiß heute, dass es in gewissen Situationen sehr wichtig ist, den Perfektionismus außen vorzulassen.

Auch in sich selbst hineinzusehen, sprich an sich zu arbeiten, empfindet Tabea als wichtigen Schritt. Sie hat selbst sehr viele Bücher rund um das Thema Persönlichkeitsentwicklung verschlungen und machte sich zwischendurch häufig Vorwürfe, damit vielleicht zu viel Zeit zu vergeuden. Heute weiß sie, dass sich diese innere Arbeit langfristig sehr ausgezahlt hat. Schließlich handelt es sich hier um eine Reise und keinen Tagestrip.

Diese innere Arbeit hat Tabea außerdem in ihrer Selbstständigkeit den Umgang mit KundInnen erleichtert, ihr gelehrt mit Konflikten umzugehen und dadurch noch mehr Freude und Spaß an ihrer Arbeit zu haben.

Tabea hatte sich damals aufgrund ihrer Studienortswechsel große Vorwürfe gemacht. Sie bereute es, nicht schon weiter fortgeschritten zu sein im Studienprozess. Heute weiß sie, dass sich im Nachhinein alles zu einem großen Ganzen zusammengefügt hat.

Aus diesem Grund rät sie dir, mit den Vergleichen und den Selbstvorwürfen aufzuhören. Solange du der Freude folgst, wird sich am Ende alles wie ein Puzzle zusammenfügen. Da ist sich Tabea sicher – und ihre eigene Geschichte bestätigt das auch eindrucksvoll.

Abschließend rät dir Tabea, dir Zeit für deine Wünsche zu nehmen. Den Fokus auf das Positive zu lenken, regelmäßig zu fragen „Wie hätte ich es gerne?“ und das dann in das Universum zu rufen, hat für sie persönlich viel verändert.

Was bedeutet Berufung für Tabea?

Für Tabea bedeutet es sich zu fragen, welchem Ruf du nachgehst. Was sagt die eigene innere Stimme? Was würde ich gerne machen?

Auf diese Stimme zu hören und diesen Hinweisen zu folgen, das ist für Tabea Berufung.

Als Scannertyp weiß sie, dass es sich bei ihrer Berufung nicht nur um eine einzige Tätigkeit handelt, sondern dass sie vielmehr die Möglichkeit und die Freiheit hat, ihren Ruf auf unterschiedliche Art und Weise auszuleben. Regelmäßig darauf zu hören, ist für Tabea essentiell, um ein glückliches, erfülltes (Berufs-)Leben zu führen.

Was macht Tabea an ihrer beruflichen Tätigkeit besonders Freude?

Tabea liebt an ihrer Arbeit als selbstständige Übersetzerin und Dolmetscherin besonders die Abwechslung und die Vielfalt der Themengebiete, mit denen sie sich beschäftigen darf. Dank ihrer Arbeit lernt sie regelmäßig neue Menschen kennen, taucht im Lektorat tief in neue Themengebiete ein und darf in der Folge auch wieder zu anderen interessanten Themen wechseln.

Ihre Arbeit ermöglicht es ihr zudem, ihren hohen Wert Freiheit zu leben. Aus diesem Grund blickt sie heute sehr glücklich auf ihren bisherigen Lebensweg zurück und weiß, dass bestimmt noch eine spannende Reise vor ihr liegt.

Mehr zu Tabea erfährst du hier: 

Tabeas Profile findest du auf den Plattformen LinkedIN und Proz.



Alles, was ich mit Begeisterung tue, mache ich gerne und was ich gerne mache, mach ich auch gut!

— (Silke Weigand)