Angst vor Veränderung? Und was das mit einer dreiköpfige Schlange zu tun hat.

Angst vor Veränderung? Und was das mit einer dreiköpfige Schlange zu tun hat.

Schon mal was von der dreiköpfigen Schlange gehört, die sich immer regt wenn wir uns (beruflich) verändern wollen?

Warum bleiben so viele Menschen lebenslang in einer unerfüllten, frustrierenden Jobsituation gefangen?  Warum jammern so viele doch nur wenige packen es an und wollen tatsächlich etwas an ihrer Jobfrustsituation verändern?

Um unsere uns eigene Großartigkeit leben zu können, müssen wir uns unseren gedanklichen negativen Dauerbrennerschleifen Beachtung schenken. Speziell, wenn Menschen sich beruflich verändern wollen, treten unzählige (existenzielle) Ängste, die damit verbunden sind, an die Oberfläche.

Da man jedoch einen Gegner, den man nicht kennt, auch nicht besiegen kann, hat Brendon Burchard in seinem großartigen Buch „Das Motivationsmanifest“ diesem Gegner einen Namen gegeben. Und da mir seine Beschreibungen so imponiert haben, möchte ich sie dir heute gerne näher bringen.

Du hast Angst vor Veränderung? 

Die Widerspenstigkeit, die uns widererfährt wenn wir uns im Leben weiterentwickeln wollen, stellt Burchard  als hässliche Schlange mit drei Köpfen dar. Eine Schlange, die sich immer regt, wenn wir was riskieren wollen. Und wenn sich dieses Biest windet, dann spüren wir vor allem in unserer Bauchregion ein Gefühl von Angst, dass wir nicht gut genug sind und alles schief gehen wird. Wir alle kennen sie, diese Schlange, die Veränderungen hasst und auf Selbstschutz ausgerichtet ist.

Wann immer wir uns ein (neues) Ziel stecken, beginnt in uns dieses Untier zu nagen. Burchard meint, dass diese Schlange sich aus den Samen der Angst nährt, die im Lauf unseres Lebens von ewigen Warnern und Sorgenkrämern in unserem Umfeld gepflanzt wurden.

Denn wir  füttern die Schlange durch unsere negativen Glaubenssätze, diese sind sozusagen ihr Futter. Je achtsamer wir mit uns umgehen, umso mehr spüren wir jedoch, dass diese Schlange etwas von uns Getrenntes ist. Deshalb ist es so wichtig seinen gedanklichen Gemüsegarten regelmäßig zu jäten. Denn die Macht der Gedanken ist immens.

Der erste Kopf der Schlange, die Veränderungen hasst, löst in uns ein Gefühl der Unsicherheit aus. Es ist das Gefühl in der Magengrube, das wir alle kennen, es ist voll von Sorgen und Unsicherheiten. Es ist der Schlangenkopf des Zweifels, der unseren Wert oder unsere Handlungen in Frage stellt. Dieser regt sich immer, wenn wir etwas Neues oder Besseres anstreben. Typische Gedanken: „Ich bin mir nicht sicher, ob es der richtige Moment ist zu kündigen. Ich warte lieber noch.“, sowie „Was, wenn es am Ende nicht funktioniert?“ oder „Ich bin nicht gut genug dafür.“  All das sind Fragen, die vom Schlangenkopf des Zweifels vergiftet sind. Der größte Schaden, den dieser Zweifel anrichtet, liegt nicht in dem, was wir zu tun, sondern zu werden versäumen.

Wie kommen wir daraus? Indem unser Vertrauen stärken, denn nur so können wir uns aus den Fängen dieses Schlangenkopf des Zweifels befreien. Wenn wir demütig daran glauben, dass wir uns Stück für Stück weiterentwickeln können und entschlossen sind, dann pfeift der Zweifel bald aus dem letzten Loch. Wir ersetzen das Gejammer des Zweifels also  durch positiven Gedanken über uns, die uns stärken. Meine Mentees kennen das aus meinen Glaubensatz-Sessions. Denn auch hier identifizieren wir zuerst die negativen Gedankenspiralen um sie danach durch positive Glaubenssätze über uns zu ersetzen und in unser Unterbewusstsein einzupflanzen.

Der zweite Schlangenkopf nach Burchard ist jener des Aufschubs. Er führt zu Trägheit. Diese Bestie möchte unseren Fortschritt abzubremsen. Dieser Schlangenkopf brüllt: „Warte, stopp, halt, hör auf, du bist noch nicht bereit“.  Je näher wir dem Handeln kommen umso lauter brüllt dieser Schlangenkopf. Dieses Biest versucht dann eifrig unsere Untätigkeit zu rechtfertigen, z.B. „Die Umstände sind nicht passend momentan, ich fange später an“. Der Aufschub ist ein größeres Übel als der Zweifel, denn er hat schon viele Träume zerstört.

Der Schlangenkopf des Zweifels belastet zwar, doch wenn wir unser Vertrauen stärken, können wir immer noch handeln. Doch wenn der Aufschub von uns Besitz ergreift, dann werden wir nicht handeln mehr. Was ist nun das Gegengift für den Aufschub fragst du dich nun bestimmt?

Bruchard meint dazu, dass sich die vom Aufschub verbreitete Angst und Apathie nur durch entschiedenes Handeln beseitigen lässt. Wenn wir die Initiative ergreifen, etwas doch zu tun obwohl wir Angst haben, dann wir dadurch eine enorme Kraft ausgelöst mit der wir uns vom Aufschub befreien können.

Mutig sein bedeutet die Angst zu kennen und zu sehen und es trotzdem zu tun. Das ist der Stoff aus dem Helden sind. Es wird immer Entschuldigungen und Ausreden geben, warum wir unsere Träume noch weiter aufschieben müssen. Doch nur die Aktivität kann unsere Bedenken zerpflügen.

Zu guter Letzt, hat diese hässliche Schlange der Veränderungen noch einen dritten Kopf. Nämlich jenen der Spaltung. Sie möchte uns einreden, dass wir „alleine“ mit unserem Leiden sind, dass wir „anders“ sind als die anderen“. Typische Gedanken: „Bei allen klappt das, nur bei MIR nicht.“  Dieser Schlangenkopf ist der unheilvollste der drei Gesichter der Schlange. Sein Ziel ist es unsere Herzen anzugreifen sowie Einsamkeit mangelnde Verbundenheit, Angst oder Wut in uns zu verbreiten. Dieser Schlangenkopf ist es nach Burchard auch jener, der für die Kriege, und all die Grausamkeiten in unserer Welt verantwortlich ist. Das Gift dieses Schlangenkopfes der Spaltung ist sozusagen ein „antisoziales“ Gift, und somit eine große Zerstörerin unserer Beziehungen. Sie verschließt den Geist und unser Herz.

Das Gegengift? Die Liebe ist das Antidot gegen Spaltung. Wenn wir uns für die Liebe in uns als auch außerhalb öffnen, dann wird das Gift der Spaltung fortgespült. So pathetisch es klingen mag, die Liebe ist immer die Heilung von unseren inneren Dämonen. Es gilt also unsere Liebe in uns selbst und andere zu stärken, damit wir uns aus den Fängen der Spaltung befreien können.

Burchard fasst es schön zusammen, wenn wir voller Vertrauen (gegen den Zweifel), aktiv (gegen den Aufschub) und liebevoll (gegen die Spaltung) für ein besseres Leben kämpfen, dann können wir die dreiköpfige Schlange der Veränderungen besiegen und unser Leben so leben wie wir es uns wünschen.

Ich finde die Visualisierung dieser dreiköpfigen Schlange durch Burchard sehr gelungen. Sie unterstützt enorm dabei achtsamer mit sich umzugehen und jene Ängste, die im Zuge eines Veränderungsprozesses auftreten besser einzuschätzen und besiegen zu können.  Was meinst du dazu? Ich freue mich schon auf deine Gedanken dazu!



Wenn Du nicht bereit bist, Dein Leben zu ändern, kann Dir nicht geholfen werden.

— (Hippokrates)