Führst du eine Schattenkarriere? Steven Pressfield

Führst du eine Schattenkarriere?

Ich bin vor Kurzem über den Begriff shadow career gestolpert und zwar im Buch „Turning pro“ von Steven Pressfield. Die Frage lautet also: Führst du eine Schattenkarriere? Du fragst dich jetzt bestimmt, was denn so eine Schattenkarriere ausmacht.

Pressfield bezeichnet all jene Jobs, die Menschen machen und die nicht ihrem inneren Ruf entsprechen als shadow careers. Zumeist bringen uns diese Jobs viel Sicherheit, im gleichen Atemzug jedoch kaum Erfüllung.

Da ich seine Beschreibung äußerst spannend finde, habe ich dir hier einen kurzen Ausschnitt aus seinem Buch als Zitat eingefügt (von Seite 13 – Turning Pro/Steven Pressfield):

“Sometimes, when we’re terrified of embracing our true calling, we’ll pursue a shadow calling instead. That shadow career is a metaphor for our real career. Its shape is similar; its contours feel tantalizingly the same. But a shadow career entails no real risk. If we fail at a shadow career, the consequences are meaningless to us.”

Stell dir zum Beispiel einen Künstler vor, der anstatt zu malen sich für die Konzernkarriere als Manager entschieden hat. Oder den Schriftsteller, der dann doch Anwalt wurde. Ich glaube du weißt worauf ich hinaus will. Die Schattenkarriere ist sozusagen ein falscher Ausdruck dessen, wer wir wirklich sind.

Um deinen inneren Ruf zu folgen ist es notwendig auch mit Unsicherheit leben zu lernen. Und dies erfordert raus aus der Bequemlichkeit zu kommen.

In der Folge ist es deshalb auch wichtig dein Urvertrauen in das Universum zu reaktivieren. Wir alles hatten es als Kinder uns es ist uns irgendwie am Weg verloren gegangen. Hier kommt meiner Meinung nach ganz viel Glaubenssatzarbeit ins Spiel. Zur Macht der Gedanken lies gerne mehr.

Pressfield illustriert in „Turning Pro“ , dass es wirklich darum geht zu begreifen, dass du ein Geschenk in dir trägst. Deine Aufgabe ist es herauszukristallisieren, was dieses Geschenk ist und es dann der Welt zur Verfügung zu stellen. Es geht nicht immer nur darum, was einfach, bequem und sicher ist im Leben. Sondern viel mehr darum, was richtig für dich ist. „It’s all about turning PRO and showing up“.

Mich haben seine Worte wirklich zum Nachdenken angeregt. Denn auch ich hab lange diese Schattenkarriere geführt und mich daher darin sehr wiedererkannt.

Meiner Meinung nach, geben viele Menschen zu früh auf und finden sich mit ihrer Schattenkarriere ab. „Nur noch 20 Jahre bis zur Pension“…uff. Das hab ich nicht selten gehört. 20! Jahre, das ist ein großes Stück Leben, zumindest in meiner Welt.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch ein inspirierendes Zitat von Mark Twain einbringen:

“Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn’t do than by the ones you did. So throw off the bowlines — sail away from the safe harbor — catch the trade winds in your sails — explore, dream, discover….” 

Um in diesem Bild zu bleiben: Ich denke Menschen, die solch ein Schattenleben führen, segeln nie raus aus dem Hafen, spüren nie den Wind in den Segeln und haben aufgeben die Welt zu erforschen und entdecken.

Wenn für die eine oder andere Person der Wert von Sicherheit so hoch ist, dass die Eintönigkeit des Schattenlebens nicht so ins Gewicht fällt, dann ist das meiner Meinung nach auch in Ordnung. Dein Leben – deine Entscheidung.

Doch für all jene, die den Schatten sehen und dennoch den Mut aufbringen den Vorhang zu heben um den Sonnenschein zu entdecken, für all diese Personen gilt es aufzuhören die innere Wahrheit zu verleugnen und anzuerkennen, dass es Arbeit zu tun gibt. Arbeit dein Berufungspuzzle zu lösen und endlich loszulegen.



Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.

— (Mahatma Gandhi)