Generation Y und die Arbeitswelt: Wie sie die Führungsetagen verändert

Generation Y und die Arbeitswelt: Wie wir die Führungsetagen verändern

Top-Down-Steuerung und Kontrolle sind in vielen Unternehmen noch an der Tagesordnung. Sprich „Oben gibt vor und unten setzt um“.  

Noch leben viele Führungsetagen nach diesem Motto ihre Rollen aus. Dass jedoch bei so viel Bevormundung die Leidenschaft, Begeisterung sowie die intrinsische Motivation der MitarbeiterInnen auf der Strecke bleiben, ist längst kein Geheimnis mehr. Stichworte wie Stechuhr und Bezahlung nach Hierarchiestufe etc. haben in mir persönlich immer Gefühle einer Gefangenen in einem System entstehen lassen.

Generation Y und die Arbeitswelt 

Was all dies, zumindest für mich, suggeriert: Der Mensch ist von Natur aus faul und setzt ohne äußerliche Anreize nichts um. Deshalb muss er gesteuert und kontrolliert werden.

Nach und nach wird all dies bald Geschichte sein. Zusätzlich angetrieben von der durch die Corona-Krise ausgelösten Digitalisierungswelle, verändert die Generation Y derzeit unserer Arbeitswelt bedeutsam.

Denn keiner aus der Generation Y sowie den nachfolgenden Generationen will sich mehr rein über äußerliche Anreize führen lassen. Kreatives und vernetztes Arbeiten bekommen immer mehr Wichtigkeit, und je sinnerfüllter die Tätigkeit umso besser. Daher wird Transparenz sowie Aufklärung immer bedeutender.

Lebenszeit ist Arbeitszeit

Aus diesem Grund stehen die Führungskräfte von Unternehmen derzeit vor einem Paradigmenwechsel. Um junge Talente (Generation Y+Z) für sich zu gewinnen, die beispielweise in der IT Branche stark umkämpft sind, ist ein Wandel nötig um als Arbeitgeber attraktiv zu werden. Das heißt: Führungskonzepte dürfen neu interpretiert werden.

Laut einer Studie des Forums „Gute Führung“ (im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Deutschland) werden Prinzipien wie Planbarkeit, Hierarchie, das Effizienzstreben sowie das Alleindenkertum nach und nach von Maximen wie Beweglichkeit, Dynamik, Partizipation sowie Innovationsfähigkeit abgelöst.

Denn so wie der Personalchef bei Google (Frank Kohl-Boas) meint: „Wenn man Menschen kontrolliert, fordert man sie geradezu heraus, die Kontrollen zu umgehen, weil sie zeigen wollen, dass sie klüger sind.“

Diese Aussagen kann ich persönlich, als Gegenbeispielsortiererin, jedenfalls zu 100% unterschreiben.

Führungskräfte der Zukunft 

Daher wird es als Führungskraft in Zukunft u.a. sehr wichtig sein, Sinn und Nutzen vermitteln zu können, eine Feedbackkultur einzuführen, über den Tellerrand zu blicken und Austausch auf Augenhöhe zu betreiben.

In der wachsenden VUKA (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität)- Welt ist es einfach nicht mehr möglich immer im Alleingang zu handeln, deshalb stößt die Ich-Kultur vieler Unternehmen bereits auf ihre Grenzen. Daher wird in Zukunft mehr WIR als ICH angesagt sein, auch in den Führungsetagen.

Die erfreuliche Nachricht: MitarbeiterInnen, die einen Sinn in ihrer Tätigkeit sehen, werden somit zum Unternehmensinteresse.

Aus diesem Grund wird es auch für dich immer wichtiger, dass du deine eigenen Talente und Fähigkeiten im Detail kennst, damit du sie in der Folge am für dich passenden Ort einsetzen kannst.

Wie erlebst du diesen Wandel derzeit? Ich würde mich über einen Austausch mit dir sehr freuen.



Wenn Du nicht bereit bist, Dein Leben zu ändern, kann Dir nicht geholfen werden.

— (Hippokrates)