Unzufrieden und frustriert im Job? Meine 3 Tipps, um deinen akuten Jobfrust zu lindern

Unzufrieden und frustriert im Job? Meine 3 Tipps, um deinen akuten Jobfrust zu lindern

Vielleicht erkennst du dich in der folgenden Situation wieder: Dein cholerischer Chef geht dir in der täglichen Telefonkonferenz schwer auf die Nerven, die Kollegin ist krank, was bedeutet, dass du mit der doppelten Arbeit dasitzt, deine Arbeit langweilt und frustriert dich mehr denn je und die einzige Freude in deinem provisorischen Homeoffice-Büro besteht tatsächlich darin, dich auf deinem Stuhl wie wild hin und her zu drehen.

Ganz klare Diagnose: frustrierte/r BürostuhlakrobatIn aufgrund von akutem Jobfrust.

Jeder zweite Arbeitgeber denkt derzeit im Durchschnitt so. Und auch wenn du gerade auch unzufrieden und frustriert bist und am liebsten einfach nur davonlaufen würdest, rate ich dir lieber deinen Jobfrust als Anregung bzw. Chance zu einer (überlegten) Veränderung zu betrachten.

Vielleicht ist es nun an der Zeit dir im Detail Gedanken darüber zu machen, was dich ausmacht, deine Talente sind und wie du sie in die Welt tragen kannst. Sprich dein Berufungspuzzle zu lösen um eine nachhaltige Orientierunghilfe für deinen beruflichen Weg zu haben.

Zur kurzfristigen Linderung deines Jobfrusts hab ich nun drei Tipps für dich zusammengefasst:

Frustriert im Job? Mein Tipp Nr. 1 : Ändere die Perspektive

Komm raus aus dem Tunnelblick und nütze diese Taktik, um auch Zusammenhänge besser verstehen zu können. Wenn du den Blickwinkel ab und zu änderst, entwickelst du Empathie, erweiterst deinen Horizont und es erleichtert es dir auch Lösungen zu finden.

Was vielleicht in deinem Fall sinnvoll sein kann, ist dich in deinen Chef oder deine Kollegin hineinzuversetzen:

  • Wie nimmst du dich an seiner/ihrer Stelle wahr?
  • Warum behandelt er/sie dich so? Was könnten die Gründe dafür sein?

Auf das berühmte Zitat von Albert Einstein möchte ich an dieser Stelle nicht verzichten:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ 

Mein Tipp Nr. 2 gegen Jobfrust: Achte auf deine Energie und Kraftreserven

Ich kenne es aus eigener Erfahrung. Manchmal ist es einfach notwendig sich auszuheulen und sich über den eigenen Job zu beklagen. Es kann befreiend sein – in manchen Situationen jedoch auch sehr kraftraubend.

Wenn du nämlich ständig raunzt, fokussierst du deine Aufmerksamkeit und Energie nur auf das Problem, und nicht auf die Lösung.

Frei nach: Where the attention goes, energy flows.

Deshalb ist mein Tipp: Heul dich mal aus, lass alles raus. Das ist okay.

Und achte danach darauf, dass du nicht ständig im Klagemodus verweilst sondern deine Aufmerksamkeit Richtung zukünftiger Lösung lenkst. Auch wenn du diese im Detail noch nicht ausmachen kannst, dich weg vom Problem hin zur Lösung zu bewegen, wird deine Energie komplett verändern.

Mein Tipp No. 3: It’s only a job – for a limited time!

Mach dir klar, dass dich dein derzeitiger Job nicht dein ganzes Leben begleiten wird. Natürlich ist es langfristig nicht ratsam, dass du dich im Homeoffice nur von Wochenende zu Wochenende zu hantelst.

Dennoch kann es dir kurzfristig helfen deinen Jobfrust zu lindern, wenn du dich darauf konzentrierst, was dir wirklich Spaß macht. Fokussiere dich also mehr auf deine Hobbies, Freunde und/oder Familie und plane dir genügend Zeit dafür ein. Auch wenn vieles davon derzeit nur virtuell möglich ist, so gibt es auch dafür etliche Optionen. (Online Workouts, Gespräche mit Familie oder Freunden per Skype oder Zoom, …)

Gehe neuen Interessen nach, vielleicht wolltest du schon immer eine bestimme Maltechnik lernen, oder endlich mit dem Meditieren beginnen. Selbst Chorsingen gibt’s mittlerweile online. Also tob dich aus, und mach dir in deiner freien Zeit so viele gute Gefühle wie möglich!

Ein Zusatztipp noch am Ende:  Falls du derzeit so frustriert bist, dass du im Detail die Faktoren gar nicht ausmachen kannst, die dich so an deinem Job nerven, dann empfehle ich dir in meine Podcastfolge Nr. 5 reinzuhören. Darin gebe ich dir eine Jobfrust-Detektor-Checkliste mittels Fragen an die Hand, um deinem Jobfrust besser auf die Schliche zu kommen.

Wenn du jetzt bereit bist dich mit dir zu beschäftigen, so wird sich langfristig auch dein Berufsleben verändern – versprochen.

Viel Erfolg beim Umsetzen!



Gehe nicht immer den vorgezeichneten Weg, der nur dorthin führt, wo bereits andere gegangen sind.

— (G. Bell)