Wie ich aus der Jobkrise fand und was meine Berufung damit zu tun hat

Berufung – was ist das überhaupt?

Berufung finden und leben. Das ist leichter gesagt, als getan. Eine Vielzahl von Ratgebern und selbst ernannten Gurus in der Online-Welt lassen oft leicht vergessen, dass es sich hier um eine Aufgabe, sprich um einen Prozess, eine Art Reise, handelt und nicht um etwas, das in ein paar Tagen nebenbei schnell gefunden ist.

Meine Definition

Meiner Meinung nach ist das Konzept der Berufung derzeit gesellschaftlich ein wenig überladen. Viele nutzen den Begriff ohne wirklich zu hinterfragen, welche Bedeutung dahinter steckt.  Für mich bedeutet Berufung vereinfacht gesagt authentisch aus dem Herz heraus zu leben. Darum geht’s. Dass du vermehrt Dinge tust, die dein Herz strahlen lassen und dies bestenfalls in deiner Erwerbsarbeit, da du ja viel Zeit damit verbringst.

Berufungsfindung = Puzzlebauarbeit

Ich betrachte den Prozess der Berufungsfindung als eine Art Puzzlebau, wo es die einzelnen Puzzleteile wie zum Beispiel deine Interessen, deine Werte und Träume und vieles mehr (wieder) zu entdecken und zusammenbauen gilt. Puzzleteil für Puzzleteil ergibt das gelöste, fertige Puzzle dann am Ende so etwas wie einen „roten Faden“, der auf deine Berufung hinweist. Ich weiß selbst noch ganz genau wie es sich anfühlte vor so einem ungelösten Puzzlehaufen zu sitzen, verzweifelt nach Antworten suchend. Aber dazu später im Artikel mehr.

Warum wir oft den Zugang zu unserer Berufung verloren haben

Als Kinder wissen wir viele recht genau, was wir später einmal werden wollen oder zumindest was wir gerne tun. In dieser Zeit haben wir generell einen guten Zugang zu unseren Träumen und unserer Motivation. Dieser geht uns häufig verloren, sobald der „Ernst des Lebens“ beginnt und viele Einflüsse von außen hinzukommen. So kann es passieren, dass die eigene Laufbahn oft eher den Wunschvorstellungen der Eltern oder der wirtschaftlichen Entwicklung entspricht als den eigenen persönlichen Interessen und Zielen.

Ich kann mich noch gut an Sprüche wie „Werdet ja nicht Lehrer, davon gibt es viel zu viele“, während meine Gymnasialzeit erinnern. Wer hätte gedacht, dass es dann nicht einmal zehn Jahre später zu einem Lehrermangel in Österreich kommen würde. Dieses Beispiel soll aufzeigen, dass es nicht ratsam ist sich primär an „äußeren Einflüssen“ zu orientieren, wenn es um den eigenen beruflichen Weg betrifft. Denn diese können sich schnell ändern, das zeigen uns auch die derzeitigen Arbeitsmarktentwicklungen.

Viel wichtiger ist herauszufinden, wie du tickst, was du gut kannst, dir Freude bringt und welches Umfeld dich aufblühen lässt. Leider wird in unseren Bildungseinrichtungen der Bedeutung dieser beschriebenen Faktoren viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und so stehen viele AbsolventInnen am Ende der Schule oder des Studiums oft recht planlos da, was die eigenen beruflichen Ziele und Bedürfnisse betrifft.

Besonderheit der Generation Why?

Unter Angehörigen der Generation Y (Jahrgänge 1980-1995 – dazu zähle auch ich mich) lässt ganz klar eine Werteverschiebung erkennen, sprich weg vom Bild des Zweck-motivierten Jobs hin zu einer sinnstiftende Berufung. Kurzum, Generation Y („Why“?) lebt nicht um zu arbeiten, sondern will ihrem Leben durch eine Tätigkeit, die ihren Werten und Fähigkeiten entspricht, Sinn geben. Dadurch wird das Finden der eigenen intrinsischen Motivation an „etwas“ Sinnstiftendem zu arbeiten, immer bedeutender. Hinzu kommt, dass die Möglichkeiten in der heutigen Zeit stetig mehr werden und es daher umso wichtiger ist sich selbst sehr gut zu kennen, um die richtigen (Berufs)-Entscheidungen für ein glückliches und erfülltes Leben treffen zu können. Ablenkungen durch Social Media gibt es schließlich auch genug. Deshalb gilt besonders für diese Generation:  „The only way out…is in“.

Wie war das bei dir, Sigrid?

Mir war bereits zu Beginn meines Arbeitsleben klar , dass mir diese 9 to 5 Arbeit nicht liegt. Erfahre hier mehr über meine Geschichte.

Ich verschlang diverse Ratgeber und Berufungsfindungsbücher um danach ernüchtert festzustellen, dass ich nur mittels einer gezielten Begleitung durch eine Expertin ans Ziel kommen würde. Und das aus folgendem Grund: Ich bemerkte, dass ich beim Durcharbeiten diverser Prozessschritte oft feststeckte und sich hartnäckige Stolpersteine in mir auftaten. Hinzukam, dass es mir schwer fiel den „roten Faden“ in den von mir erarbeiteten Informationen zu erkennen. Ich war einfach zu nah dran an mir selbst und mir fehlte der sprichwörtliche Blick von „Außen“.

Wir sind immer selbst die besten ExpertInnen für unser eigenes Leben!

Doch in manchen Situationen ist es ratsam auf professionelle Hilfe von außen zu vertrauen. Eine objektive, empathische Stimme, die dir manch unangenehme und doch so wichtige Fragen stellt und dich unterstützt dranzubleiben und hartnäckige Gedankenmuster und limitierende Denkkonstrukte nachhaltig aufzulösen.

Dieser Selbsterforschungsprozess hat mein eigenes Leben auf den Kopf gestellt. Mir wurde endlich klar, was mich ausmacht, wofür ich brenne und welche Rahmenbedingungen ich benötige um mich beruflich wohl zu fühlen. Nach und nach fügte sich mein Berufungspuzzle zusammen, und alte Träume tauchten in neuen, leuchtenden Farben wieder auf.

Eine individuell auf mich abgestimmte Orientierungshilfe für meine berufliche Zukunft, so etwas hätte ich mir schon nach Abschluss meines ersten Diplomstudiums sehnlichst gewünscht. Doch es sollten noch etliche Jahre inkl. zahlreicher Umwege für mich ins Land ziehen.

Das Ergebnis meines Prozesses: Ich arbeite nun selbst als Berufungsentdeckerin für Menschen meiner Generation (Y) mit dem Ziel meinen Mentees die Umwege, die ich selbst für Jahre gegangen bin, zu ersparen. Ganz überraschend kam das Ergebnis des Prozesses für mich nicht, hatte ich doch schon in jüngeren Jahren Pläne in der Beratung von Menschen tätig zu werden, wenn auch in etwas anderer Form, geschmiedet und verworfen. Durch kontinuierliche Arbeit an meinen negativen Glaubenssätzen konnte sich diese Richtung nun endlich richtig herauskristallisieren. Der entscheidende Faktor war: Ich konnte diese berufliche Umorientierung durch die Auflösung meiner negativen Glaubenssätze endlich annehmen und in der Folge angehen.

Und wie kam es zu Sigrids Sonnenherz?

In vielen meiner Arbeitsstellen bekam ich zu hören eine Art Sonnenschein zu sein, der den Arbeitsalltag erhellt. „Du und dein sonniges Herz“, pflegte eine meiner liebenswerten Kolleginnen zu sagen. Jedes Mal wenn solch ein nett gemeinter Kommentar kam, löste das bei mir jedoch eine Art Panik aus. Eine Panik, dass diese Sonne in meinem Herzen langsam aber sicher zu vertrüben drohte, wenn ich nicht bald was an meinem (tristen) Berufsleben änderte. Dadurch entwickelte sich ein starker Antrieb in mir. Mir war klar, ich musste was tun damit mein Sonnenherz nicht verkümmert.  Diese starke Zugkraft gab mir immer wieder die Energie meinen Was-zum-Teufel-mach-ich-hier-Job an den Nagel zu hängen und mich auf die Suche nach einem Neuen zu machen, der sich jedoch nach mehr oder wenig langer Zeit neuerlich als ein solcher entpuppte.

Schlussendlich erkannte ich, dass ich kein Opfer meiner (Job)-Umstände war sondern ich bei mir und mit mir selbst beginnen musste.  Es war Zeit gezielt in mich zu investieren, um endlich einen Berufsweg zu finden der meinen Bedürfnissen und Talenten entspricht.

Und ja, es gilt für diesen (Wieder-)Entdeckungsprozess  Zeit, Geld und Muße zu investieren. ABER: Es lohnt sich sowas von!

Es mag wie ein großes Wagnis erscheinen deinem Traum zu folgen, doch ist es nicht ein viel größeres Wagnis, dein Leben zu verpassen?

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Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.